backofen

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung
backofen [2019/07/22 10:00]
ab
backofen [2019/08/07 14:31] (aktuell)
kk
Zeile 3: Zeile 3:
 {{ :​backofen_d-f_digital_.jpg?​nolink&​300|}} {{ :​backofen_d-f_digital_.jpg?​nolink&​300|}}
  
-Backofen war Sohn eines Markgräflich-Badischen Hautboisten,​ der gleichwohl einer Spielkartenmacherfamilie angehörte. Neben umfassendem Instrumentalunterricht in Nürnberg (Klarinette,​ Flöte, Bassetthorn,​ Harfe) erhielt er auch Unterweisung im Malen und Zeichnen und erlernte mehrere Fremdsprachen. 1794 erhielt Backofen eine (nebenberufliche;​ ansonsten war er Kartenmacher) Anstellung im Nürnberger Theaterorchester und wurde, nachdem er als Musiker ausgedehnte Reisen (u. a. Frankreich und Holland) unternommen hatte, 1804 Direktor der herzoglichen Militärmusik in Gotha; Dorette Scheidler (seit 1806 Ehefrau Louis Spohrs) war hier seine Harfenschülerin. Fast zeitgleich mit seiner Berufung als Instrumentalist (Flöte, Bassetthorn,​ Harfe) an das Hoforchester in Darmstadt (1811) eröffnete er auch dort eine Kartenfabrik („alle Sorten Spielkarten von bestmöglicher Qualität, wie auch ganz einfache weiße Visitenkarten“);​ während der Herbstmesse 1813 offerierte er sein Sortiment „von selbstfabricirenden [!] Spiel-Karten“ in den Geschäftsräumen des Musikhändlers [[hedler|Georg Heinrich Hedler]] in Frankfurt. 1815 kam eine Blasinstrumentenfabrik hinzu. In welchem Ausmaß Backofen zudem auch als Miniaturmaler (s. die Abbildung) öffentlich in Erscheinung trat, ist bislang noch nicht geklärt.+Backofen war Sohn eines Markgräflich-Badischen Hautboisten,​ der gleichwohl einer Spielkartenmacherfamilie angehörte. Neben umfassendem Instrumentalunterricht in Nürnberg (Klarinette,​ Flöte, Bassetthorn,​ Harfe) erhielt er auch Unterweisung im Malen und Zeichnen und erlernte mehrere Fremdsprachen. 1794 erhielt Backofen eine (nebenberufliche;​ ansonsten war er Kartenmacher) Anstellung im Nürnberger Theaterorchester und wurde, nachdem er als Musiker ausgedehnte Reisen (u. a. Frankreich und Holland) unternommen hatte, 1804 Direktor der herzoglichen Militärmusik in Gotha; Dorette Scheidler (seit 1806 Ehefrau ​[[spohr|Louis Spohrs]]) war hier seine Harfenschülerin. Fast zeitgleich mit seiner Berufung als Instrumentalist (Flöte, Bassetthorn,​ Harfe) an das Hoforchester in Darmstadt (1811) eröffnete er auch dort eine Kartenfabrik („alle Sorten Spielkarten von bestmöglicher Qualität, wie auch ganz einfache weiße Visitenkarten“);​ während der Herbstmesse 1813 offerierte er sein Sortiment „von selbstfabricirenden [!] Spiel-Karten“ in den Geschäftsräumen des Musikhändlers [[hedler|Georg Heinrich Hedler]] in Frankfurt. 1815 kam eine Blasinstrumentenfabrik hinzu. In welchem Ausmaß Backofen zudem auch als Miniaturmaler (s. die Abbildung) öffentlich in Erscheinung trat, ist bislang noch nicht geklärt.
  
  
  • backofen.txt
  • Zuletzt geändert: 2019/08/07 14:31
  • von kk