==== Otto Martin ==== \\ **MARTIN, OTTO** * (Ort vorläufig nicht bekannt) 2. Mai 1854 | † Königsfeld (Baden) 7. Febr. 1920; Musiklehrer und Komponist {{ :martinotto.jpg?nolink&400|}} Über die frühen Lebensjahre Otto Martins ließ sich bisher nichts ermitteln. Spätestens seit 1893 arbeitete er als Musiklehrer an der Knabenanstalt der Brüdergemeine Königsfeld im Schwarzwald, wo man 1904 seinen 50. Geburtstag feierlich beging. 1910 nahm er seinen Wohnsitz in Frankfurt/M., erteilte privaten Musikunterricht und versuchte, als Pianist wie auch Komponist in der Öffentlichkeit Fuß zu fassen. Warum Martin nicht lange nach einem ausschließlich seinem kompositorischen Schaffen gewidmeten Liederabend am 31. Januar 1918, auf den die Presse mit bemerkenswerter Anerkennung reagierte („… ernsthaft strebende Begabung mit Geschmack und musikalischem Empfinden in neuzeitlichen Formen“; //Frankfurter Zeitung und Nachrichten// 2. Febr. 1918, 1. Morgenblatt), Frankfurt verließ und (vermutlich) nach Königsfeld zurückkehrte, wissen wir noch nicht. **Werke** — //In Gottes Kraft. Weihnachtsspiel. Fünf Gesänge// (gem. Chor bzw. Mch., Kl. bzw. Harm. ad lib.); Heilbronn: Schmidt [1900] <> Motette „Er war der allerverachtetste“ (gem. Chor), in: //Monatsschrift für Gottesdienst und Kirchenmusik// 1907, Heft 9 (Sept.), S. 295–296 – auch separat Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht [1908] <> [8] //Wanderlieder// (Sst., Kl.; nach Uhland) op. 4, Köln: Tischer & Jagenberg [1916] <> //Fünf Gesänge// (Sst., Kl.; ) op. 5, ebd. [1916] <> Die Sieben Worte Christi am Kreuz (gem. Chor); D-HER (Autogr.; s. [[https://opac.rism.info/search?id=220019354|RISM ID 220019354]]; dort auch Abschriften nachgew.) <> //Wie es dir gehe, wohl und wehe// (Mch.); D-HER (Ms. 1877; s. [[https://opac.rism.info/search?id=220018118|RISM ID 220018118]]) <> //Schwarz silber rot | Gnadenfelder Farbenlied// (Sst., Kl.); D-HER (Ms. 1903; s. [[https://opac.rism.info/search?id=220018180|RISM ID 220018180]]) <> Die während des genannten Konzerts in Frankfurt aufgeführten Lieder sind nicht in den gedruckten Sammlungen enthalten; weitere Lieder Martins erklangen im Febr. 1914 in Frankfurt. Bei einem „modernen Abend“ des Frankfurter //Musiklehrerinnen-Vereins// am 22. März 1917 standen nicht zu identifizierende „Tonstücke“ von Otto Martin auf dem Programm. **Quellen** — KB Königsfeld (Brüdergemeine) <> //Weihnachtsgruß// der Zinzendorfschule Königsfeld 1902, 1904 <> //Deutsche- Kunst- und Musik-Zeitung// (Wien) 1. Jan. 1894; //Fliegende Blätter des evangelischen Kirchenmusik-Vereins in Schlesien// (Breslau) 1895 Nr. 1; //Kleine Presse// (Frankfurt) 18. Febr. 1914; //Frankfurter Zeitung und Handelsblatt// 26. März 1917 (Abendblatt); //Frankfurter Nachrichten und Intelligenz-Blatt// 27. Jan. 1918 (1. Beiblatt); //Frankfurter Zeitung und Nachrichten// 2. Febr. 1918 (1. Morgenblatt); //Signale für die musikalische Welt// 16. Okt. 1918 <> MMB Abbildung: Anzeige der Konzertagentur [[firnberg|Firnberg]] zum Liederabend Otto Martins am 31. Jan. 1918; //Frankfurter Nachrichten und Intelligenz-Blatt// 27. Jan. 1918 (1. Beiblatt) ---- Axel Beer